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Allgemeines
Frettchen (MUSTELA PUTORIUS FURO) sind Raubtiere, also Fleischfresser und gehören zu den Marderartigen.
Das Frettchen ist die domestizierte Form des Iltis, also die Haustierform.
Zu dieser Gattung gehören unter anderem auch der Nerz, das Hermelin, der Fischotter und der Dachs.
Alter: ca.6 - 8 Jahre bei guter Haltung und Pflege, älter als 10 Jahre ist auch möglich
Größe: Fähen: 25 bis 40cm, Rüden: bis zu 60cm
Gewicht: Fähen: 500 bis 1000g,
Rüden: bis zu 2500g.
Das Gewicht ist größenabhängig, optimales Gewicht für eine Fähe im Sommer liegt zwischen 600 – 800 Gramm und für einen Rüden liegt das Gewicht zwischen 900 – 1400 Gramm
Frettchen sind keine Einzelgänger, sie brauchen Artgenossen zum Spielen und Kuscheln.
Ernährung
Das Futter des Frettchens besteht zu 80%- 90 % aus tierischem und 10 - 20% pflanzlichen Bestandteilen.
Man sollte dem Tier überwiegend Fleisch füttern, am besten roh. Aber auf kein Fall Schweinefleisch, da dieses das Aujetzkische Virus enthalten kann, an welchem das Frettchen innerhalb kürzester Zeit stirbt.
Füttern sollte man daher: Geflügel (Magen und Herz), Rinderherz oder Rinderhack, oder wenn das Frettchen mag Filetstücke, Seefisch (z.B. Alaskaseelachs, auch tiefgefrorenen)
Hochwertiges Trockenfutter sollte ständig zur Verfügung stehen, da das Frettchen einen sehr kurzen Verdauungstrakt hat, es sollte min. 30% Rohproteinanteil haben. (Katzen- oder Frettchenfutter).
Man kann auch Dosenfutter für Katzen füttern, es sollte aber nicht hauptsächlich verwendet werden.
Es sollte darauf geachtet werden dass man abwechslungsreich füttert.
Das Futter sollte gelegentlich mit Vitaminen angereichert werden (wichtig Vitamin B, gut für die Nervenregeneration, Haut und Fell)
Gelegentlich kann man Frettchen auch mal mit Honigmelone, Katzenmilch und Eigelb verwöhnen
Unterkunft
Hier gilt die Regel, je mehr Platz desto besser!
Außenhaltung: mindestens 2m2 pro Tier,
Wohnungshaltung: Käfig 1m2 pro Tier mit mind. 6 Stunden Freilauf täglich. Wenn möglich freie Wohnungshaltung.
Frettchen können in der Wohnung, aber auch draußen leben, da sie sich im Herbst den sogenannten „Winterspeck“ anfressen. Für draußen brauchen sie allerdings eine isolierte Schlafkiste.
Das Gehege sollte abwechslungsreich eingerichtet sein. d.h. viele Spiel- und Schlafmöglichkeiten aufweisen. Frettchen lieben Röhren, Höhlen und Hängematten. Bei einem Außengehege muss der Halter darauf achten das es ausbruchssicher ist, da Frettchen gerne und bis zu 80 cm tief buddeln können. Bei der Einrichtung des Geheges sind der Phantasie des Halters keine Grenzen gesetzt. So können bei der Gestaltung auch Baumstämme eingesetzt werden an denen sich die Frettchen die Krallen abnutzen können.
Auch bei der Wohnungshaltung ist so gut wie alles möglich, aber hier sollte man darauf achten das keine Gefahrensituationen für das Frettchen entstehen. So sollten sich zum Beispiel keine giftigen Pflanzen in Reichweite des Tieres befinden. Auch sollte man stets darauf achten das die Fenster und Türen geschlossen sind. Frettchen mögen auch Kratzbäume
Gesundheit
Jährliche Schutzimpfung ist unbedingte Pflicht, enthalten sind unter anderem ein Wirkstoff gegen Staupe
Eine Kastration ist unbedingt zu empfehlen, da bei Fähen sonst die Gefahr der Dauerranz besteht und bei Rüden lässt der starke Ranzgeruch nach.
Das Entfernen der Stinkdrüse (Analdrüse) ist aus tierschutzrechtlichen Gründen in Deutschland verboten und erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei.
Pflege
Um unangenehmen Geruch zu vermeiden sollte das Gehege regelmäßig gereinigt werden.
Die Toiletten täglich reinigen.
Zur Reinigung des Geheges keine Chemikalien verwenden, heißes Wasser reicht meist vollkommen aus. Man kann auch einen Essigreiniger verwenden.
Die Krallen sollten regelmäßig geschnitten werden 1-2mal im Monat je nach dem wo sie gehalten werden Vorsicht nicht die Blutgefäße verletzen.
Ohrmuschel nur bei Bedarf mit einen Ohrstäbchen vorsichtig reinigen.
Zubehör
Käfig, Schlafhaus
Mind. 3 Katzenklos und Schaufel
Fress- und Trinknapf (möglichst schwer)
Haarbürste, zum bürsten im Fellwechsel
Kletter- und Spielmaterial (Kratzbaum, Kartons, Rohre) Hängematte, Transportbox, Frettchenleine
Vorrat an Trocken- und Nassfutter
Hausapotheke
Nagelknipser/Krallenschere, Zeckenzange,
Waage (Das Frettchen sollte regelmäßig gewogen werden, so lassen sich schon früh Krankheiten erkennen.)
Fieberthermometer
Ein Mittel gegen Parasiten (Tipp: Frontline® zum sprühen)
Wie sieht ein gesundes des Frettchen aus?
Barthaare sind gleichmäßig lang und nicht gebrochen.
Klare glänzende Augen, glänzendes weiches Fell
Aftergegend ist frei von Kot und anderen Ausscheidungen
Ohren, Krallen und Fell sind frei von Dreck und Ungeziefer
Aufmerksame und prompte Reaktion
Kein fauchen bei Annäherung
Feste Muskulatur, keine Probleme beim laufen und klettern (Alter beachten)
Krankheitssymptome
Temperatur, normal 38-39°C (über 39,4°C Fieber)
Gewichtsschwankungen (Ausnahme im Frühjahr und Herbst)
Fressunlust
Nachlassende Aktivität
Struppiges Fell,
kahle Stellen, schuppige/entzündete Haut
Entzündete/verklebte/trübe Augen
Eitriger Ausfluss (Ohren! Augen/ Geschlechtsorgane) letzteres insbesondere bei Fähen
Verkrusteter Schmutz an den Ohren,
ständiges kratzen Hinweis auf Parasiten im Fell
Wichtig ist, dass sie einen Tierarzt haben, der sich mit Frettchen auskennt.
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